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Unternehmensnetzwerk und Handwerk

Lorens Jimenez Hildenbrand & Martin Barthold

Lorens Jimenez Hildenbrand & Martin Barthold

Zuerst war es nur Neugierde. Auf der Manufaktura, einem Haspa-Netzwerkevent für Manufakturen aus dem Hamburger Raum, stöberte Goldschmied Lorens Jimenez-Hildenbrand im Frühjahr 2018 bei den Ständen der Hamburger Kollegen. Am Stand von Schuhmachermeister Martin Bartold kamen die begeisterten Handwerker miteinander ins Gespräch. Denn Frau Jimenez-Hildenbrand, ebenfalls Goldschmiedin, waren die handgemachten Gürtel des Schuhmachers aus Uhlenhorst aufgefallen.
Dazu würden die ebenfalls handgemachten Gürtelschließen aus Meisterhand der Jimenez-Hildenbrands doch perfekt passen, so die einhellige Meinung. „Ich hatte schon häufiger daran gedacht, einen Partner zu suchen. Wir haben dann schnell entschieden, dass wir mal was zusammen machen wollen“, so Goldschmiedemeister Lorens Jimenez-Hildenbrand.

Für die Spitzenhandwerker ist die neue Zusammenarbeit ideal. Schließlich arbeiten beide Meister im High-End-Segment. „Ohne dieses Zusammentreffen hätte ich für meine Gürtel fertige Schließen kaufen müssen“, so Schuhmachermeister Martin Bartold. „Aber das wäre nicht so einzigartig gewesen wie jetzt mit den handgemachten Schließen von Lorens Jimenez-Hildenbrand.“

Wie entstand die Idee, zusammenzuarbeiten?

Martin Bartold: Die Idee ist eigentlich durch einen Zufall entstanden. Die Haspa hat mich gefragt, ob ich nicht auch auf der Manufaktura, einem Haspa-Event für Handwerker, unsere Produkte ausstellen möchte. Da habe ich gesagt, okay, da sind wir dabei. Und wie das bei solchen Veranstaltungen ist, natürlich geht man rum und schaut, was machen eigentlich die anderen. Und da hat Frau Hildenbrand an unserem Stand vorbeigeschaut und fand unsere Gürtel toll. So entstand spontan die Idee, mal was zusammen zu machen.

Lorens Jimenez-Hildenbrand: Ich habe auf der Manufaktura die Ledergürtel von Herrn Bartold gesehen und dachte, die sehen ja super aus. Ich hatte schon häufiger daran gedacht, einen Partner zu suchen, wäre aber nie auf die Idee gekommen, für Gürtel einen Schuhmacher anzusprechen. Da hätte ich eher an einen Sattler gedacht. Wir haben dann entschieden, dass wir zusammenarbeiten könnten. Und dann ging es ja sehr schnell.

Welche Vorteile bringt Ihnen diese Zusammenarbeit? Kann man das vielleicht sogar beziffern?

Martin Bartold: Diese Zusammenarbeit ist für uns ja ideal. Sonst kenn ich ja kaum Handwerker anderer Gewerke. Für meine handgefertigten Gürtel hätte ich dann fertige Schließen kaufen müssen. Die wären sicherlich auch hochwertig, aber eben nicht einzigartig gewesen. Dann hätten meine Kunden ihre Gürtelschließen auch noch in anderen Geschäften gefunden.

Aber jetzt bekommt jeder meiner Gürtel seine extra angefertigte Schließe. Diese Individualität ist einmalig, und der Kunde weiß, dass es von Meisterhand gemacht ist. Keine Schließe ist wie die andere. Das gilt für die Gürtel genauso. Und letztlich ist das für mein bisheriges Geschäft Schuhreparatur und Maßkonfektion auch nicht unerheblich.
Lorens Jimenez-Hildenbrand: Ich bin jetzt flexibler und kann mehr und besser auf Kundenwünsche eingehen. Mit seinen Lederarbeiten ergänzen wir uns optimal. Damit kann ich meinen Kunden mehr anbieten und sie auch besser beraten.

Hat die Haspa Sie nach dem ersten Kennenlernen noch weiter unterstützt?

Martin Bartold: Die Haspa unterstützt uns natürlich, indem sie die ganze PR macht. Wir sind ja keine große Firma.

Lorens Jimenez-Hildenbrand: Wir sind ja noch ganz am Anfang unserer Zusammenarbeit. Aber die Haspa unterstützt uns natürlich durch diese Fotostrecken, das Interview, die ganze Werbung.

Was empfehlen Sie Unternehmern, die sich ebenfalls verknüpfen wollen?

Martin Bartold: Ich sag immer: Das Wichtigste ist, dass man immer offen ist. Nicht immer sagen, dass es ja doch nicht geht. Sondern man muss sein Handwerk lieben und es auch gern mal präsentieren wollen.
Lorens Jimenez-Hildenbrand: Immer die Augen offen halten. Aufgeschlossen sein. Nicht mit Scheuklappen durchs Leben laufen. Dann erkennt man auch Chancen und Möglichkeiten. So ist uns das auf der Messe ja auch gegangen.