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Führungskraft = Hauptberuf in der Apotheke

Michael Brüne - Beratung für Heilberufe

Michael Brüne
Beratung für Heilberufe

Die Übernahme von Führungsverantwortung ist bedeutend – für Sie als Chef*in, aber vor allem auch für Ihre Mitarbeiter*innen. Gleich, ob Sie selber vor dieser Aufgabe stehen oder diese übertragen, es ist wichtig, dass Sie einige Dinge berücksichtigen, damit die „Übung“ gelingt.

1. Vertrauen ist die Basis für alles

Um eine hohe Akzeptanz bei Ihren Mitarbeitern*innen zu erlangen und wirkungsvoll zu führen, ist es wichtig, dass Sie inhaltlich, vor allem aber menschlich, von Ihrem Team anerkannt werden.

2. Gibt es „den“ Führungsstil?

Früher sagten viele Führungskräfte: „Ich bin halt so und meine Mitarbeiter*innen müssen sich daran orientieren. Schließlich erhalten sie dafür ja auch Geld.“ Heute, in Zeiten veränderter Mitarbeiterbedürfnisse und engem Arbeitsmarkt, funktioniert der patriarchalische Führungsstil immer seltener. Die Führungskraft sollte immer mehr professionell, also weniger aus dem Bauch heraus, agieren. Warum? Menschen sind so unterschiedlich wie Sandkörner und sollten von Ihnen, im Rahmen klarer Vorgaben, individuell geführt werden.
Tipp: Arbeiten Sie heraus, welche Mitarbeitertypen in Ihrer Apotheke arbeiten. Sind Ihre Mitarbeiter*innen eher Beziehungstypen oder unabhängig, suchen sie Stabilität oder eher Herausforderungen? Alle Typen sollten Sie auf unterschiedliche Weise ansprechen und motivieren. Hierzu veröffentlichen wir weitere Artikel.

3. Informelle Führer*innen

Jedes Team hat seine eigenen Regeln. Daher funktioniert Führung häufig nicht direktiv. Finden Sie heraus, wer die informellen Führer*innen in Ihrem Team sind. Das sind die Personen, die Ihrem Team Sicherheit und Orientierung geben, wenn Sie als Führungskraft einmal nicht die richtigen Worte finden. Gewinnen Sie die informellen Führer*innen für Ihre sinnvollen Ziele. Das ist häufig ein ganz bedeutender Baustein für die wirksame Führung.

4. Mehr fragen, als sagen:

Die wesentlichen Ertragschancen in Ihrer Apotheke liegen im Einkauf und den dazugehörenden Abläufen, vor allem also in der Personalbindung. Häufig haben Sie, vor allem wenn Sie die Auswirkungen schlechter Einkaufsabläufe auf Ihrem Konto sehen, andere Vorstellungen als Ihre Mitarbeiter*innen:
Tipp: Um die Motivationslage Ihrer Mitarbeiter*innen noch besser zu verstehen, stellen Sie idealerweise offene W-Fragen zu Prozessen (z.B. wie, wann, wer …). Auf dieser Basis kommen Sie besser in Kommunikation und erhalten eine realistische Chance, dass wesentliche Veränderungen durch Ihr Team nachhaltig umgesetzt werden.

5. Anerkennung auch durch Kritik

Gute Leistungen und Ergebnisse Ihrer Mitarbeiter*innen sollten von Ihnen als Führungskraft gesehen und auch anerkannt werden. Im Umkehrschluss ist es aber ebenfalls wichtig, dass Sie auch Fehlleistungen ansprechen. Hierdurch wird u.a. Ihr Lob noch wirkungsvoller.
Gehen Sie jedoch mit Kritik angemessen um; jeder „Typ“ braucht es ein wenig anders.

Grundsätze:

  • Warten Sie mit Ihrer Kritik nicht, bis „das Fass“ überläuft. Sprechen Sie zeitnah über Ihre Veränderungswünsche.
  • Keine Veränderung ohne Konsequenz: Veränderungen können durch Anreize, aber auch durch negative Auswirkungen, sichtbar werden. Hierbei geht es in erster Linie nicht um finanzielle Segnungen oder Drohungen, sondern um Ihre Entschlossenheit zur Veränderung.

Das sind einige Möglichkeiten, Ihren Hauptberuf als Führungskraft wirkungsvoll auszufüllen.