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Trinkgeld in bargeldlosen Restaurants?

Ein mutiger Schritt zahlt sich oft aus. Lennert Wendt, Inhaber der Pizzeria „Heat“ in der Harkortstraße in Altona, akzeptiert kein Bargeld mehr. Seine Gäste können ausschließlich per EC-, Kreditkarte oder Smartphone bezahlen. Das geht schneller und spart dem Betrieb monatlich Kosten von rund 1.500 Euro. Wendt ist der erste Restaurantbesitzer in Hamburg, der keine Scheine und Münzen mehr nimmt. Die meisten seiner Gäste schätzen die Neuerung – und sparen trotzdem nicht am Trinkgeld.

„Geld zu drucken und zu prägen, es zu transportieren und zu irgendwann entsorgen ist umweltbelastender als digitaler Zahlungsverkehr“, erklärt der erfolgreiche Pizzabäcker seine Entscheidung. „Unsere Stammgäste wissen das, neuen Gästen sagen wir das gleich bei der Begrüßung.“ Außerdem steht an der weißen Eingangstür zur Pizzeria „No cash policy“ und „Nur Kartenzahlung möglich“.

Mit dem bargeldlosen Zahlungsverkehr liegt Wendt im Trend: 2018 wurden in Deutschland Waren im Wert von 209 Milliarden Euro mit Karte bezahlt – erstmals mehr, als mit Bargeld gekauft wurden. 2019 hat sich diese Entwicklung fortgesetzt. Laut einer Studie von Mastercard zum Bezahlverhalten in der Gastronomie nutzen inzwischen bundesweit 85 Prozent der Restaurants, Cafés und Kneipen mobile oder stationäre Zahlungssysteme. Deutschland folgt damit Ländern wie den USA oder skandinavischen Staaten, in denen auch Cent-Beträge selbstverständlich mit Plastikgeld beglichen werden.

Wie aber gibt man Trinkgeld, wenn man seine Pizza Margherita, seinen Salat, Kaffee oder Wein im „Heat“ mit Karte oder Handy bezahlt? „Die häufigsten nutzen die Gäste dafür auch ihre EC- oder Kreditkarte“, berichtet Wendt. „80 bis 90 Prozent der Kunden runden beim Eintippen ins Kartenlesegerät den Rechnungsbetrag auf.“ Der Tip, den die Gäste im Laufe des Tages gegeben haben, wird im „Heat“ jeden Abend auf alle Mitarbeiter verteilt, auf die Kellnerinnen und Kellner, das Küchenpersonal und die Kollegen an der Bar. Einige Gäste, die das nicht wissen und sicher gehen möchten, dass ihr Trinkgeld auch wirklich dem Servicemitarbeitern zu Gute kommt, geben zwei-, fünf- oder zehn-Euro als Tip in bar, im Schnitt zehn Prozent der Rechnungssumme. Interessant: Studien zeigen, dass beim elektronischen Bezahlen die Gäste nicht weniger Trinkgeld geben – eher etwas mehr.

Die Kartenzahlungssysteme, die von der Haspa angeboten werden, sind nicht nur in Restaurants und Cafés einsetzbar, sondern auch in Boutiquen und Kiosken und selbst bei mobiler Anwendung in Taxis und an Markt- und Messeständen.

https://www.haspa.de/haspapay

 

Wie gebe ich Trinkgeld mit EC- oder Kreditkarte?

  1. Restaurants und Cafés handhaben Trinkgeldzahlungen unterschiedlich. Fragen Sie die Kellnerin oder den Kellner vorher, wie man den Service belohnen kann!
  2. Wer seine Rechnung mit Girocard oder Kreditkarte bezahlt, erhält einen Abrechnungsbeleg. Für sein Trinkgeld kann der Gast der Servicekraft einen aufgerundeten Betrag nennen oder in das auf vielen Belegen dafür vorgesehen Zusatzfeld den gewünschten Betrag per Hand eintragen. Nachdem der Beleg unterschrieben oder mit der PIN-Nummer (Girocard) freigeben wurde, wird die Gesamtsumme vom Konto abgebucht.
  3. Einige Gastronomen zahlen bei der Kassenabrechnung am Ende des Arbeitstages der Bedienung ihr Trinkgeld aus, andere teilen die Zusatzgelder am Monatsende nach einem bestimmten Schlüssel auf alle Mitarbeiter auf.
  4. Wer sicher gehen will, dass sein Tip wirklich in vollem Umfang bei der Servicekraft landet, hat die Möglichkeit der Barzahlung.