Top Treffer für „

Kein Treffer. Bitte überprüfen Sie Ihre Suche.


Ihre Sparkasse

Finden Sie weitere Informationen bei Ihrer Sparkasse vor Ort.

Schliessen

Mit der richtigen Finanzierungsstrategie durch die Krise

Die Corona-Pandemie ist tief in die Hamburger Wirtschaft eingedrungen und wird Spuren hinterlassen. Die Unternehmer sind im Krisenmodus. Eine zentrale Herausforderung ist die Finanz- und Liquiditätsplanung. Sind die Förderanträge optimal aufeinander abgestimmt. Ist ausreichend Puffer vorhanden, um auch ein „Worst Case“-Szenario zu überstehen? Muss das Cash Management neu justiert werden? Kann die umsatzarme Zeit vielleicht sogar für Investitionsmaßnahmen genutzt werden? Beispiele aus der Praxis:

dean & david: Business Lunch für‘s Homeoffice

Mit frischen Ideen gegen die Krise. Martin Stauffenberg nutzt die Corona-Zäsur für einen Digitalisierungssprung bei den dean & david-Niederlassungen in Hamburg

Mit frischen Ideen gegen die Krise. Martin Stauffenberg nutzt die Corona-Zäsur für einen Digitalisierungssprung bei den dean & david-Niederlassungen in Hamburg

Durch Homeoffice und Kurzarbeit war die Hamburger Innenstadt wochenlang wie leergefegt. Wo die Büroangestellten sonst mittags Schlange standen, ging der Umsatz gegen Null. So auch bei dean & david, Spezialist für gesunde, leichte und nachhaltige Snacks mit sieben Standorten in Hamburg. „Selbst am Hauptbahnhof reichte die Kundenfrequenz einfach nicht aus, um die Logistik aufrecht zu halten“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Martin Stauffenberg. „Wir produzieren alles frisch und nutzen frische Zutaten, die auch frisch verzehrt werden müssen.“

Stauffenberg reagierte. Schweren Herzens stellte er den Betrieb ein und schickte seine 80 Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit. Die meisten Vermieter zeigten sich gesprächsbereit. Mathias Wrage, Firmenkundenberater seiner Hausbank Hamburger Sparkasse, erhöhte auf Zuruf die Kreditlinien und sorgte damit für Liquidität auf den Konten.

„Zum Glück hatten wir gute Vertriebskonzepte in der Schublade, die wir schnell aktivieren konnten“, berichtet Stauffenberg. Binnen weniger Tage startete eine Lieferservice-Kooperation. Parallel ging eine Kunden-App in die Entwicklung, die den Bestell- und Bezahlprozess digitalisiert. Eigene Lieferkapazitäten mit e-Bikes und spezielle Angebote für Unternehmen sollen folgen.

Mit Hilfe der Haspa beantragte er mehrere KfW-Förderkredite. „Das ging alles erstaunlich reibungslos. Die Mittel standen innerhalb weniger Tage zur Verfügung“, so der Franchise-Unternehmer. Nun besteht ausreichend Puffer, um neben den laufenden Kosten auch die Weiterentwicklung des Unternehmens voranzutreiben.

Stauffenberg geht davon aus, dass viele Kunden auch nach Corona im Homeoffice bleiben und ihr Konsumverhalten langfristig ändern. „Zum Glück liegt unser Angebot im Trend und zielt auf eine aufgeschlossene Zielgruppe, die wir mit neuen Konzepten gut erreichen können. Vielleicht finden sich ja Unternehmer, die die gesunde Ernährung ihrer Mitarbeiter mit uns auch im Homeoffice sicherstellen.“

https://deananddavid.de/

 

Imbiss bei Schorsch: „Zeichen setzen“

Imbiss-Betreiber Ali Nejat Nouei verkauft wieder Außer Haus. Die Stammkunden freut’s.

Imbiss-Betreiber Ali Nejat Nouei verkauft wieder Außer Haus. Die Stammkunden freut’s.

Auf den „Imbiss bei Schorsch“ (www.imbiss-bei-schorsch.de) ist Verlass. Bis tief in die Nacht gibt es hier die beste Wurst der Stadt. Gegrillt wird seit 1961. Doch am 18. März war erstmal Schluss. Schweren Herzens machte Ali Nejat Nouei seinen Kultimbiss auf St. Pauli dicht: „Es gab keine Alternative. Die Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden ging vor. Außerdem wollten wir ein Zeichen setzen: Leute – die Lage ist Ernst, jeder muss etwas beitragen“.

Der Umsatz fiel auf Null, doch die Kosten liefen weiter. Gemeinsam mit Haspa-Berater Mathias Becker, der den Unternehmer seit der Übernahme vor vier Jahren eng begleitet, entstand ein erster Notfallplan: Tilgungen wurden ausgesetzt, Kurzarbeit beantragt und auch der Vermieter kam ein großes Stück entgegen. Nejat Nouei: „Die Krise trifft jeden. Das schweißt zusammen.“

Mitte April wurde der Imbiss wiedereröffnet – mit Außerhaus-Verkauf und eingeschränkten Öffnungszeiten. „Ob sich das betriebswirtschaftlich rechnet, ist erstmal nebensächlich“, unterstreicht Nejat Nouei. „Entscheidend ist, dass wir Flagge zeigen und die Kunden merken, dass es weitergeht“.

Um den Erhalt des Traditionsunternehmens langfristig zu sichern, geht der Gastronom nochmal mit seinem Haspa-Berater in die Detailplanung. Sie entscheiden sich für einen KfW-Förderkredit mit fünf Jahren Laufzeit, einem Jahr Zahlungsaufschub und günstigen Konditionen. „Mathias Becker hat mich gut beraten und souverän durch den Antragsprozess gelotst. Nun ist wieder ausreichend Puffer vorhanden, um auch die nächsten Monate sicher zu überstehen.“

Privathotel Baseler Hof: „Wir holen aus der Situation das Beste raus“

Mit Zuversicht durch die schweren Wochen: Sven Oliver Schmidt (l.) und Niklaus Kaiser von Rosenburg halten den Baseler Hof durchgehend offen

Mit Zuversicht durch die schweren Wochen: Sven Oliver Schmidt (l.) und Niklaus Kaiser von Rosenburg halten den Baseler Hof durchgehend offen

Fast alle Hamburger Hotels haben derzeit geschlossen. Das ist auch kein Wunder, denn Touristen dürfen wegen Corona nicht in die Stadt und auch die meisten geschäftlichen Anlässe fallen weg. Zu den wenigen, die ihre Türen durchgehend offen halten, gehört das 4-Sterne-Privathotel Baseler Hof (www.baselerhof.de) an der Esplanade. „Selbst in den beiden Weltkriegen haben wir nicht zugemacht – und auch Corona stehen wir durch“, sagt Hoteldirektor Niklaus Kaiser von Rosenburg zuversichtlich.

Natürlich leidet auch sein Haus unter dramatischen Umsatzrückgängen. Doch die Liquidität für die nächsten Monate ist gesichert: „Unser Bankberater Mathias Pöhner von der Haspa ist schon in den ersten Tagen der Krise auf uns zugekommen und begleitet uns seither bei allen finanziellen Entscheidungen“, berichtet Kaiser von Rosenburg weiter.

„Wir haben uns solide aufgestellt. Mit Hilfe der Haspa ist ein 800.000 Euro schwerer Überbrückungskredit der KfW mit zehn Jahren Laufzeit auf dem Weg“, sagt Sven Oliver Schmidt, Vertreter der Inhaberfamilie „Wenn das nicht reicht, steht die Haspa mit weiteren Kreditmitteln bereit.“

Das Führungsduo hat sich nicht nur ausreichend finanziellen Spielraum verschafft, sondern nutzt die ruhige Zeit für anstehende Renovierungsarbeiten: Die Haustechnik kümmert sich intensiv um die Zimmer und die Aufzugsanlage wird technisch auf den neusten Stand gebracht. „So holen wir das Beste aus der Situation raus“, ist Schmidt überzeugt.

BK Beachhouse Mode GmbH: Hoffen auf den Sommer

Gibt die Saison noch nicht verloren: Kai Teute, Co-Gesellschafter der BK Beachhouse Mode GmbH im Stammgeschäft am Hamburger Gänsemarkt

Gibt die Saison noch nicht verloren: Kai Teute, Co-Gesellschafter der BK Beachhouse Mode GmbH im Stammgeschäft am Hamburger Gänsemarkt

Corona verhagelt die Geschäfte – auch in den acht „Strandhäusern“ von Kai Teute. Der Hamburger Unternehmer vermarktet das Modelabel Adenauer&Co mit Shops an Nord- und Ostsee (www.bk-retail.de). Sechs Wochen Zwangspause waren schon ein Kraftakt: Die Frühlingsware stapelt sich in den Lagern. 38 Mitarbeiter gehen in Kurzarbeit. Nun dürfen die Läden wieder eingeschränkt öffnen, aber normaler Saisonbetrieb ist noch lange nicht in Sicht.

Sechs Millionen Jahresumsatz waren das Ziel. Durchaus realistisch für das dynamische Franchise-Konzept. Doch nun muss Teute – wie so viele – radikal neu planen. „Die Saison ist noch nicht verloren“, glaubt er. Wenn Urlaub im Ausland länger ausfällt, wird es an den deutschen Küsten voll. Und auch der Laden in der Hamburger Innenstadt könne vom innerdeutschen Tourismus profitieren. Ganz nachholen ließen sich die Umsätze allerdings nicht. In der Hochsaison sind die Betten an der Küste immer ausgelastet. Das lässt sich nicht weiter steigern. Außerdem weiß niemand, ob noch Rückschläge kommen.

Und so läuft auch bei Teute der betriebswirtschaftliche Plan B: Bestellungen wurden gestoppt, Mieten neu verhandelt und die Liquiditätsplanung angepasst. Über seine Hausbank, die Hamburger Sparkasse, beantragte der erfahrene Unternehmer einen KfW-Gründerkredit Universell. Das Zusammenspiel mit Firmenkundenbetreuer Jano Jannemann lief wie immer reibungslos. Viele Zahlen lagen bereits der Bank vor, die Kommunikation ist über die Jahre eingespielt.
Die Kreditsumme wird großzügig bemessen. „Damit sind wir gut gerüstet und können uns positiv überraschen lassen“, so Teute. Als sichtbares Zeichen für Optimismus eröffnete Ende April ein neues „Strandhaus“ in Grömitz. Die Gäste können kommen.

www.haspa.de/corona